Vergangenen Freitag (29.01.) war Daumendrücken angesagt. Wussten wir doch, dass unsere geschätzte Doris an diesem Tag den Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung zur „Fachtierärztin für Bienen“ machen würde.

Nachdem sie eine sehr lernintensive Zeit in den Wochen davor hinter sich hatte, gab es für uns keinen Zweifel und  das Ergebnis überraschte nicht sonderlich. Dennoch gilt es vor dieser Leistung, für die sehr viel persönliches Engagement und Fleiß vonnöten waren, den Hut zu ziehen. Aber der Reihe nach….

Wofür gibt es denn diese Ausbildung überhaupt?

Unsere Bienen stellen in der Veterinärmedizin eine besondere Herausforderung dar. Insekten sind eben anders und unterscheiden sich in ihrer Pflege und Therapie doch grundsätzlich von den übrigen Patienten.

Die Aufgabenbereiche für Fachtierärzte für Bienen sind daher entsprechend vielfältig und beinhalten die Beratung über gute imkerliche Praxis, bienengerechte Haltung, Diagnostik, präventive und kurative Betreuung von Bienenvölkern, Qualitätssicherung des Lebensmittels Honig, Schadenserhebung in Krankheits- und Vergiftungsfällen, Aufzeigen von Forschungsbedarf und die Unterstützung von Amtstierärzten bei der Seuchenbekämpfung.

Damit bekommen wir Imker Experten zur Seite gestellt, die uns in Zukunft helfen werden, die Probleme die es im Zusammenhang mit Bienengesundheit etc. (Stichwort „Bienensterben“) gibt, zu bewältigen und neue Zugänge für diese oft sehr komplexen Zusammenhänge zu finden.

Im Zuge ihrer Ausbildung hat sich Doris sehr intensiv mit der Varroamilbe (dem immer noch bestimmenden Thema Nr. 1 in der Imkerei) beschäftigt. Der Titel ihrer Abschlussarbeit lautet:

„Zählen alleine reicht nicht: Varroa destructor- eine parasitische Milbe der Honigbiene“
Biologie, Lebensweise, Beeinflussung der Imkerei , Diagnostik und Behandlungsstrategien

Auch hat sie einen sehr wesentlichen Fallbericht- „Erarbeitung eines Protokolls zur Erhebung der AFB im Seuchenfall“- ausgearbeitet. Mit diesem Protokoll wird bereits im Bezirk Murau gearbeitet.

Es freut uns außerordentlich, dass wir durch Doris Ausbildung auf noch mehr Kompetenz, nicht nur im Verein, sondern im gesamten Bezirk, zurückgreifen können. Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit!

In diesem Sinne möchten wir, im Namen des BZV- Scheifling, nochmals sehr herzlich gratulieren!

Alles Gute!