Übliches Weihnachtstauwetter oder doch der Klimawandel? Wie auch immer, jedenfalls haben die Bienen die milden Temperaturen von etwa 15 °C an  diesem 26. Dezember genutzt um sich zu Reinigen, also ihre Verdauungsrückstände außerhalb des Stockes auszuscheiden. Und damit nicht genug, auch Wasserstellen wurden stark beflogen. Die Bienen benötigen dieses Wasser dringend zum lösen der Melizitose, die im Herbst reichlich eingetragen wurde.

Weitere Bilder gibts in der Gallerie unter diesem Link: http://www.bzv-scheifling.at/fotos/bienenstand/

Weiters konnte man Bienen beim Säubern der Böden beobachten. Tote Bienen wurden vors Flugloch befördert. Solche Föhnwetterlagen nutzen die Bienen auch um Futter in Richtung der Traube zu tragen, um für spätere Kältezeiten gerüstet zu sein.

Durch den lockeren Sitz kommt auch wieder frischer Sauerstoff in die Traube.
Nebst dem entleeren der Blase nutzen schwache und kranke Bienen diese Möglichkeit zum abfliegen, um so das Restvolk zu entlasten.
Also alles bis in kleinste Detail durchdacht und perfektioniert.

Die Königin könnte durch die Wärme auch zum Eierlegen veranlasst werden und eventuell beginnen starke Völker bereits mit dem Brutgeschäft. Bei einem Kälteeinbruch würde diese Brut aber sehr wahrscheinlich wieder ausgefressen werden.

Jedenfalls war der Tag für uns Imker wieder ein sehr eindrucksvoller, und wenn alle Völker geflogen sind, wird das als verspätetes Weihnachtsgeschenk vom Heiligen Ambrosius gewertet.